Samina Ebadji war Mitglied von Projekt Zero Dawn und fungierte als Alpha für die untergeordnete Apollo-Funktion. Als versierte Spezialistin auf dem Gebiet des kulturellen Erbes widmete sie ihr Leben der Erhaltung der Geschichte der menschlichen Spezies.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Faro-Plage war Ebadji eine herausragende Persönlichkeit auf ihrem Gebiet; sie war die leitende Archivarin des ursprünglichen Odyssey-Programms. Während dieser Zeit entwickelte sie ein umfangreiches Archiv menschlicher Kultur, das als Homer-Projekt bekannt ist. Nachdem die Odyssee aufgegeben wurde, arbeitete Ebadji als Direktor des International Collective Memory Institute in Neu Teheran.

Projekt Zero Dawn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Entdeckung des Fehlers, die Faro-Plage schuf, wurde Ebadji aufgrund ihrer beispiellosen Erfahrung auf dem Gebiet des kulturellen Erbes als Teil des Projekts Zero Dawn rekrutiert. Sie war eine der neun Personen, die von Elisabet Sobeck als Alphas ausgewählt wurden, der zweithöchste Rang innerhalb des Projekts. Ebadji beaufsichtigte die Entwicklung der untergeordneten Funktion von Apollo, die für die Archivierung der menschlichen Kultur und des menschlichen Wissens sowie für die Unterrichtung der neuen menschlichen Zivilisation verantwortlich war.

Ebadji wies ihr Team an, sich auf vier Hauptaufgaben zu konzentrieren: den Aufbau von Datenmagazinen (bekannt als Lyceums) innerhalb der Ursprungsanlagen, das Sammeln und Verarbeiten von mehreren Millionen Dateneinträgen in mehreren Hauptsprachen, dem Speichern der Daten in einem Format, das dem Verfall für mindestens ein Jahrtausend standhalten könnte und die Entwicklung eines interaktiven Lehrplans, über den zukünftige Kinder auf das Wissen von Apollo zugreifen könnten.

Ebadji untersuchte persönlich mehrere mögliche Archivmedien für Apollos Daten, bevor sie sich schließlich für die Verwendung von DNA entschied, die in synthetischen Fossilien kodiert wurde. Zusätzlich zu ihren praktischen Vorteilen fand Ebadji auch die Ironie in der Verwendung einer DNA-Speicherung, um ausgerechnet eine das Leben auslöschende Roboterapokalypse zu überdauern. Während des Archivierungsprozesses stieß sie mit ihrem Alpha-Kollegen Travis Tate zusammen, der mehrere hundert Fälle obszöner und perverser Medien zur Archivierung innerhalb von Apollo einreichte, was sie rundheraus ablehnte. Letztendlich wurde Apollo erfolgreich abgeschlossen, was zum großen Teil Ebadjis früheren Arbeiten am Homer-Projekt zu verdanken war, das aus der Odyssee abgerufen und in Apollo integriert wurde. Umgekehrt wurde dem reaktivierten Odyssey-Projekt eine frühe Kopie von Apollo übergeben, aber eine Fehlfunktion des Antriebes zerstörte das Schiff, bevor es das Sonnensystem verlassen konnte.

Gaia Prime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als der Faro-Schwarm die verbleibenden Hochburgen der Menschheit überrannte, wurden Ebadji und der Rest der Alphas in die Gaia Prime-Einrichtung evakuiert, wo sie den Rest ihres Lebens damit verbringen würden, die jeweils von ihnen geschaffenen Funktionen Gaias zu perfektionieren. Ebadji erlebte hier persönlich, wie Elisabet Sobeck ihr Leben opferte, um die Einrichtung vor dem anrückenden Schwarm zu schützen. Samina Ebadji übernahm anschließend formal die Leitung von Gaia-Prime.

Einige Zeit nach Sobecks Abreise und Tod wurden Ebadji und die anderen Alphas von Ted Faro kontaktiert. Sie waren schockiert zu erfahren, dass Faro sie nicht nur aus allen Systemen ausgesperrt, sondern nach eigenen Angaben alle Kopien von Apollo gelöscht hatte, um der nächsten Generation der Menschheit einen "sauberen Neustart" zu geben. Ebadji brach in Tränen aus, als ihre größte Leistung unbrauchbar wurde. Margo Shĕn und Patrick Brochard-Klein wollten ihr beistehen, aber hatten dazu kaum mehr Gelegenheit: Faro versiegelte in seinem Wahnsinn Gaia-Primes Kommandozentrum aus der Ferne und evakuierte dessen Atmosphäre, wodurch Samina zusammen mit den anderen Alphas durch den plötzlichen Druckabfall und Sauerstoffentzug getötet wurde.

Vermächtnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Zerstörung von Apollo bekamen die neu erschaffenen Menschen des 24.Jahrhunderts nur noch eine Ausbildung auf Kindergartenebene, da die für das Apollo-Projekt geschaffenen Lernzentren keinen Zugang zum Archiv mehr hatten und demzufolge nie genutzt werden konnten. Samina Ebadjis Vermächtnis wurde damit großteils von Ted Faro zerstört. Saminas Schicksal selbst geriet genau wie das der anderen Alphas und der Ereignisse von Zero Dawn völlig in Vergessenheit, bis Aloys Suche nach Antworten schließlich 974 Jahre später die Geschichte des Aussterbens der menschlichen Spezies und das Schicksal von Ebadji selbst aus dem Dunkel der Geschichte hoben. Aloy fand Saminas Leiche, noch immer im Stuhl vor den Kontrollen im Kommandozentrum sitzend, neben sich die Leichen von Margo Shĕn und Patrick Brochard-Klein.

Trotz des Verlustes von Samina Ebadjis Arbeit in Apollo wurde aber weder die menschliche Kultur noch der Wissensdurst der Menschheit ausgelöscht. Die Schrift und mit ihr die Alphabetisierung wurde durch die Entdeckung von alten Büchern bewahrt, die die Faro-Plage überlebten, und die Kenntnisse der fortgeschrittenen Mathematik wurden von Hades an Sylens weitergegeben. Darüber hinaus wurden Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Landwirtschaft, Architektur, Metallurgie, Militär- und Ingenieurwesen von einigen Stämmen im Laufe ihrer Entwicklung ohne jeglichen Beitrag von Apollo wiederentdeckt.

Stämme wie die Carja und Utaru haben die Prinzipien der Landwirtschaft wiederentdeckt und gemeistert. In der Tat beherrschen die Utaru die Landwirtschaft bereits wieder bis zu einem umfassenden, florierenden Weizenanbau, wodurch sie über die Grenzen ihres Territoriums hinaus bekannt wurden. Die Carja wiederum erwiesen sich vor allem dank ihrer Wiederentdeckung der Schrift sowie astronomischer Mathematik als Vorreiter bei der Wiedererlangung von Wissen - nicht nur beherrschen sie die Maisproduktion so gut, dass sie am Rande ihrer Hauptstadt Meridian ein großes Gebiet für die Maisproduktion errichten konnten, die Königlichen Maislande. Sie entdeckten auch die Architektur wieder in einem Maße, der ihnen den Bau von Meridian ermöglichte, der größten und bekanntesten Stadt, die aus Mauerwerk erbaut wurde und beeindruckende Gebäude, Brücken und Aquädukte aufweist. Ihre Schrift, die Glyphen, abgeleitet aus alten Schriftwerken, ermöglichte ihnen den Aufbau einer straffen Verwaltung, einer leistungsfähigen Bürokratie und eines äußerst effizienten Militärs.

Die Oseram wiederum entdeckten die Metallurgie, Metallbearbeitung sowie das Ingenieurwesen neu und sind Meister der Metallverarbeitung, eine Fähigkeit, die unter Anderem den Bau der beiden voll funktionsfähigen Wolkenkratzeraufzüge ermöglichte, die die Oberstadt Meridians auf einer hohen Mesa und die Unterstadt am Fuße der Mesa verbinden. Ein besonderes kreativer Oseram, der Kriegsherr Dervahl, erfand das als Phonograph bekannte Tonaufzeichnungsgerät der frühen alten Welt neu.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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