Horizon Zero Dawn Wiki
Advertisement

"Hab keine Angst, ich bin hier. Und wohin du auch gehst, werde ich folgen."Rost zu Aloy bei der Namenssegnung

Rost ist ein wichtiger Charakter in Horizon Zero Dawn. Er gehört zum Stamm der Nora und ist zugleich ein Ausgestoßener. Er kümmert sich um Aloy, seit die Erzmütter sie als Baby zu ihm brachten. Obwohl sie im Laufe der Zeit immer wieder erfahren möchte, wieso sie eine Ausgestoßene ist und wer ihre Mutter ist, erzählt Rost es ihr nicht, da es ihm vom Stamm verboten wurde.


Er liebt Aloy von ganzem Herzen, hat sie praktisch als Tochter angenommen und fungiert als Ziehvater und Lehrer für sie. Er hält strikt an den Traditionen und Prinzipien der Nora fest, lässt allerdings auch manchmal eine kleine Ausnahme für Aloy zu.

Vergangenheit

Viele Jahre vor Beginn der Geschichte des Spiels war Rost ein stolzes Mitglied des Nora-Stammes und lebte in Mutters Mahnwache, welches heute als Verlassenes Dorf bekannt ist. Er hatte eine Partnerin und eine sechsjährige Tochter, Alana. Eines Tages griffen zwölf Fremdländer das Dorf an, töteten mehrere Dorfbewohner, unter anderem Rosts Partnerin, und nahmen mehrere Dorfbewohner als Geiseln, darunter Alana. Die Entführer brachen nach Teufelsdurst auf und blieben dort zwei Tage, während sie unbekannte Tätigkeiten durchführten. Immer, wenn die Nora-Krieger versuchten, sich ihrer Position zu nähern, wurde eine Geisel getötet und achtlos liegen gelassen. Somit waren die Nora, darunter Rost, zur Untätigkeit verdammt. Schließlich zogen die Entführer sich mit den sechs noch lebenden Geiseln, unter ihnen Alana, zur Grenze des Heiligen Landes zurück, weiter verfolgt von den Nora-Kriegern, die weiterhin passiv bleiben mussten, um die Geiseln nicht zu gefährden. An der Grenze jedoch erwiesen sich alle Hoffnungen als vergebens: die Fremden zwangen ihre Geiseln über die Grenze hinaus in die von den Nora als "spirituell unrein" angesehenen Lande, allein dadurch taten sie diesen das Schlimmste an, was einem Nora widerfahren kann, denn dem Glauben der Nora entsprechend sind die Seelen all jener, die das Heilige Land warum auch immer verlassen, für immer verloren. Außerhalb der Reichweite der hilflosen Nora-Krieger töteten die Fremden dann aus purer Bosheit und Grausamkeit die verbliebenen Geiseln, die ihren Zweck nun erfüllt hatten. Den Nora war es auch jetzt durch ihren Glauben unmöglich, das Heilige Land zu verlassen und so konnten die Krieger weder die Leichen einsammeln noch die Mörder verfolgen.

Rost hielt sich an das Tabu, entwickelte in seiner Trauer jedoch einen unbändigen Zorn und bat schließlich darum, zum Todessucher ernannt zu werden. Im Zuge dieses Rituals wurde ihm gemäß Nora-Glauben die Seele entrissen und an die Urmutter übergeben, sodass er in den Augen der Nora bereits tot und sein Körper nur noch eine zweckgebundene Hülle war. Derart "transformiert" war er nicht mehr an die Tabus und Verbote des Stamms gebunden. Dadurch konnte er das Heilige Land verlassen, die Leichen über die Grenze zurück reichen und anschließend die zwölf Mörder suchen, welche er innerhalb eines Jahres alle nacheinander aufspürte und tötete. Im letzten Kampf wurde er jedoch selbst schwer verwundet.

Dem Tode nahe schleppte sich Rost zurück an die Grenze des Heiligen Landes. Als Todessucher war es ihm verboten, ins Heilige Land zurückzukehren und Rost schleppte sich den ganzen Weg zurück, nur um so nah wie möglich an der Urmutter zu sterben. Eine Nora-Jägergruppe fand ihn schließlich an der Grenze und eine Jägerin, die selbst ihren Mann und ihre beiden Söhne an die Fremdländer verloren hatte, brach das Tabu, griff über die Grenze hinweg und zerrte ihn zu sich herüber. Die Erzmütter fanden sich daraufhin in einem Dilemma: Als Todessucher war er nicht mehr Teil des Stammes und hätte folglich verjagt oder getötet werden müssen, doch angesichts der Hintergründe erschien dies zutiefst unfair. So fanden sie einen Kompromiss: Rost wurde erlaubt, als Ausgestoßener auf Lebenszeit im Heiligen Land zu verweilen, im Gegenzug durfte er aber niemandem erzählen, dass für ihn eine Ausnahme gemacht wurde oder weshalb er ein Ausgestoßener geworden war. Rost, der davon ausgegangen war, in der Fremde zu sterben, akzeptierte diesen Kompromiss.

Einige Jahre später brachten die Erzmütter die neugeborene Aloy zu ihm und befahlen ihm, sie aufzuziehen. Uneins über die Bedeutung des Findelkindes, hatten die Erzmütter auch hier einen Kompromiss gefunden. Rost folgte dem Beschluss und zog Aloy fortan wie seine eigene Tochter groß.

Im Spiel

Zu Beginn des Spiels bricht Rost mit der sechs Monate alten Aloy zu einem Berggipfel auf, wo er die Namenssegnung für sie durchführen möchte. Dort trifft er überraschend auf Erzmutter Teersa, die diese Segnung ebenfalls durchführen möchte, was Rost als unerwartete Ehre empfindet, mit der er als Ausgestoßener nicht gerechnet hat. Teersa teilt ihm daraufhin mit, dass es ganz allein ihre Entscheidung ist, wen sie segnet und weist zudem auf die besonderen Umstände hin. So wird Aloy auf ihren Namen getauft. Wieder wird deutlich, dass die Erzmütter uneins über Aloys Bestimmung sind. Während Teersa Aloy als Geschenk der Urmutter sieht und ihr eine besondere zukünftige Bedeutung zumisst, lehnt Erzmutter Lansra das Baby rundheraus ab und sieht in ihm eine Bedrohung.

Sechs Jahre später, nachdem Aloy aus Rosts Obhut ausgerissen ist, sucht er nach ihr und findet sie schließlich beim Ausgang einer unterirdischen Ruine der Metallwelt. Widerwillig lässt er ihr den Fokus, den sie in den Ruinen gefunden hat und den er zunächst als "Spielzeug" abtut. Er erkennt jedoch, dass Aloy allmählich lernen muss, auf sich selbst aufzupassen. Am nächsten Tag beginnt er, sie in der Jagd und dem Überleben in der Wildnis zu trainieren.

Neben dem Umgang mit dem Bogen bringt er ihr auch bei, Kräuter zu sammeln, diese zusammenzumischen und sich eigene Munition herzustellen. Bei ihrem ersten Trainingsausflug treffen sie auf Teb, der von einem Felsen gestürzt ist und droht, von einer Herde Läufer zertrampelt zu werden. Als Aloy wie durch unsichtbare Führung einen Weg durch die Maschinenherde findet und Teb rettet, erkennt Rost, dass es sich bei Aloys Fokus nicht nur um ein Spielzeug handelt. Wenig später nimmt er sie in Schutz, als Tebs Vater aggressiv jede Unterhaltung zwischen Teb und Aloy unterbindet. Nachdem Aloy im Anschluss auch noch von Bast mit einem Stein beworfen wird, versucht er sie zu trösten. Doch Aloy will nun endgültig wissen, was mit ihrer Mutter ist und wieso sie so gemein behandelt wird. Rost steckt angesichts von Aloys Hartnäckigkeit in der Zwickmühle und erklärt ihr, dass nur die Erzmütter diese Fragen beantworten könnten. Auf Aloys Frage, wie sie diese dazu bringen könnte, erzählt er ihr von der Erprobung und in den Folgejahren trainiert er sie für diese Prüfung.

Zwölf Jahre später, als Aloy achtzehn Jahre alt ist, tritt sie schließlich zur Erprobung an. Da Rost bewusst ist, dass er nicht zum Stamm zurückkehren kann und er Aloy keiner unnötigen Gefahr oder Strafe aussetzen möchte, verabschiedet er sich von ihr und überreicht ihr einen Glücksbringer, ehe er geht. Es handelt sich dabei um einen geschnitzten Anhänger, der zuvor seiner Tochter Alana gehört hatte, womit er ihren Status als seine Tochter nochmals unterstreicht. Am Ende der Erprobung geschieht jedoch ein Attentat durch die Eklipse, die es auf Aloy abgesehen haben. Rost ist unbemerkt in der Nähe, da er Aloy nicht allein lassen wollte, und greift gerade noch rechtzeitig ein, als einer der Angreifer Aloy an der Kehle gepackt hat und diese töten will. Er schießt dem Fremden einen Pfeil in die Schulter und attackiert ihn danach im Nahkampf, unterliegt diesem jedoch schließlich und wird durch einen Messerstich schwer verletzt. Aloy selbst liegt derweil ebenfalls bereits schwer verletzt am Boden und muss alles mit ansehen, ehe ihr die Sinne schwinden. Rost schleppt sich nach dem Abzug der Angreifer zu Aloy und bemerkt dabei eine Lohebombe, deren Lunte brennt und die er nicht mehr rechtzeitig erreichen kann. Um seine Ziehtochter zu retten, stößt er sie den schneebedeckten Berg hinunter und wird kurz darauf selbst von der Explosion getötet.

Teersa erzählt Aloy nach ihrer Genesung, dass die Nora einsammelten, was von Rost übrig blieb und ein Grab an seinem Haus errichtet und mit Blumen bedeckt wurde. An diesem Grab kann Aloy Gespräche mit Rost führen und ihm von ihren Erlebnissen und Erkenntnissen berichten.


In Horizon Forbidden West wird seine Rolle in Aloys Leben mehrmals deutlich - zum einen bei Gaias Retrospektive auf Aloys Leben, zum Anderen bei Aloys Streit mit Beta vor der Gemini-Mission, bei dem Aloy angesichts Betas verzweifelter Frage, was an ihr selbst kaputt sei, erkennt, dass es allein Rosts Einfluss war, der sie zu dem Menschen werden ließ, der sie ist.

Bilder

Advertisement