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Feuer und Stahl Oseramausruf

Die Oseram sind ein Stamm in HZD, der für seine exzellenten Schmiede und Handwerker bekannt ist. Sie sind bekannt für ihren Stahl, ihre technische Expertise und ihre durchschlagskräftigen Waffen.

Der Stamm bewohnt ein Gebiet, dass er "Das Anrecht" nennt. Es liegt unmittelbar nördlich des Carja-Sonnenreichs im Gebiet von Nord-Utah (möglicherweise im Bereich Salt Lake City), seine Ausdehnung ist unbekannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oseram siedelten sich in einem Gebiet an, dass ungewöhnlich reich an Ruinen ist. Daher begannen die einzelnen Clans, diese Ruinen zu erkunden und auszubeuten, wobei jeder Clan seine eigene Siedlung errichtete und fortan einen Claim beanspruchte. Daraus entstand eine lose Konföderation aus Clans und Siedlungen, die zusammen das Anrecht bilden. Aus dieser Konföderation entstand auch die Angewohnheit der Oseram, über alle Belange und anstehenden Themen lang und ausführlich zu beraten. Oder besser: heftigst darüber zu streiten. Durch ihre Ausgrabungen, Bergungsaktionen und Experimente entwickelten die Oseram ein bemerkenswertes Geschick in der Metallverarbeitung und ein - rudimentäres, aber dennoch beachtliches - Verständnis für die Technik der alten Welt und deren Verwendung. Sie begreifen zwar nicht ihre grundsätzliche Funktion und können sie auch nicht nachbauen, doch sie können sie in ihre Eigenentwicklungen integrieren oder diese darauf aufbauen.

Während der Roten Raubzüge waren die Oseram eines der Hauptziele der Carja. Doch mit ihrem technischen Wissen und ihren Waffen boten sie den Angreifern immer wieder die Stirn, auch wenn sie schwere Verluste hinnehmen mussten. Die gefangenen Oseram wurden im Carja-Sonnenreich nicht ausschließlich als Blutopfer missbraucht, sondern die Carja nutzten auch das handwerkliche Geschick der versklavten Oseram. Der große Aufzug Meridians wurde beispielsweise von Oseram errichtet.

Nur mit Hilfe der Oseram gelang es auch, die Roten Raubzüge zu beenden: Avad, der Sohn des irren Sonnenkönigs Jiran, verbündete sich mit Ersas Hilfe mit den Oseram und stürzte seinen Vater. Im Anschluss wurden alle gefangenen Oseram befreit und nicht wenige ließen sich in Meridian und im Sonnenreich nieder.

Kultur und Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oseram sind in ihrem Erscheinungsbild "nordisch" geprägt, die Gestalt von Männern wie Frauen sehr kräftig und massiv. Der Stamm ist patiarchalisch strukturiert, allerdings sind Oseram-Frauen sehr selbstständig und genau so streitbar und dickköpfig wie die Männer. Die Oseram sehen ihre Frauen zwar nicht als vollkommen gleichberechtigt an, aber im Handwerk wie in der Schmiede sind sie vollkommen selbstverständlich anzutreffen. Oseram-Frauen betreiben eigene Unternehmungen und Geschäfte, leiten Karawanen oder Expeditionen, ohne dafür in Frage gestellt zu werden.

Anders als die Nora benutzen die Oseram Vor- und Nachnamen, wobei der Nachname häufig auf Geschlecht, Familienstand, Familienzugehörigkeit und/oder Profession hinweist. Auch ihre Kleidung weist häufig auf die Profession und den Stand ihres Trägers hin: Während beispielsweise Schmiede, Handwerker und Explorateure robuste und pragmatische, aber dennoch detaillierte Kleidung bevorzugen, tragen Kaufleute gern feinere und mit wertvolleren Applikationen verzierte Kleidung, die sie ihren Kunden gegenüber professionell und vor allem erfolgreich ausweist. Die Krieger wiederum gehören teils zu den am schwersten gerüsteten Soldaten, geharnischt in hochwertige Rüstungen aus Oseram-Stahl, die laut Erend sogar dem Biss eines Sägezahns widerstehen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oseram hängen einer sehr... technischen und rationalen Weltsicht an. Sie glauben, dass die Welt von einer großen Maschine angetrieben wird. In ihrer Interpretation der Geschichte vernachlässigten die Menschen der "alten Welt" ihre Aufgaben, wodurch die Maschine ins Stocken geriet und die alte Zivilisation unterging. Auch die Maschinenstörung ist nach Ansicht der Oseram ein Resultat einer solchen Fehlfunktion.

Aus ihrer Weltsicht resultiert ein sehr umweltschädigendes Verhalten der Oseram. Sie sind entschlossen, eine neue Welt aufzubauen und plündern die Ruinen der alten Welt bis auf das letzte bisschen verwertbaren Schrott aus, den sie anschließend einschmelzen und verarbeiten. Respekt vor antiken Artefakten kennen sie nicht, denn die Alten hatten ihre Chance und sie offensichtlich vertan. Um ihre zahllosen Schmiedefeuer zu betreiben, holzen die Oseram um ihre Siedlungen weitläufig die Wälder ab, um Holzkohle herzustellen. Das Anrecht wird durchzogen vom Rauch der Feuer, Wasserläufe werden umgeleitet, um Wasserräder anzutreiben. Der Boden im Anrecht ist zerwühlt und schlammig, da die Oseram beständig nach weiterem Metall suchen, das sie verarbeiten können. Aufgrund dieses Verhaltens sind Oseram-Siedlungen schon von Weitem zu erkennen - um sie herum wächst kein Baum und kein Strauch, stattdessen erheben sich qualmende Kohlemeiler oder aufgeschichtetes Holz, das zu Holzkohle verarbeitet werden soll.

Bekannte Oseram[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brageld
  • Dervahl
  • Enasha
  • Erend
  • Ersa
  • Petra
  • Fernund
  • Gera
  • Kendert
  • Odund
  • Olin Delverson
  • Petra Forgewoman
  • Ralert
  • Rasgrund
  • Vilgund

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Oseram sind von ihrem Verhalten und ihrer Sicht auf die Welt das exakte Gegenstück zu den Banuk, so wie die Nora das Gegenstück zu den Carja sind. Die Oseram sehen die Maschinen schlicht als Lieferanten für Bauteile und Rohstoffe an, die erlegt und verwertet werden, wohingegen die Banuk die Maschinen als Lebewesen und Teil der Welt sehen, die mit Respekt behandelt werden müssen.
  • Die Sprache der Oseram spiegelt die zentrale Säule ihrer Gesellschaft wieder: Die Schmiede mit allem, was dazugehört. In der Oseram-Sprache existieren Ausrufe und Interjektionen wie "Feuer und Stahl", "Hammer und Amboss", mit denen Aussagen, Situationen und Emotionen bekräftigt werden. Ihre eigene Existenz bezeichnen Oseram häufig als ihre "Schmiede", ihr Leben als ihr "Schmiedefeuer". Der Tod ist für sie gleichbedeutend mit dem Erlöschen dieses Feuers.
  • Ohne es zu wissen, sind die Oseram mit ihrer Weltsicht so nah an der Wahrheit des Jahres 3039, wie niemand sonst, auch wenn ihre Interpretation zwangsläufig große Fehler aufweist. Tatsächlich wird die Welt von Horizon Zero Dawn vom unverzichtbaren Gaia-Terraformingsystem, einer Art Schöpfungsmaschine, "angetrieben" und tatsächlich ist die Maschinenstörung ein Ergebnis einer Störung dieses Systems. Die Oseram sind aber zugleich auch einer der Gründe für eben diese Maschinenstörung, da sie mit ihrem Raubbau an der Biosphäre praktisch allen Gaia-Subroutinen in die Quere kommen.
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