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Die Maschinen sind in Horizon Zero Dawn die dominante Spezies und auf der ganzen Erde anzutreffen. Warum genau sie die Menschen als Herrscher über die Welt ablösten, ist zu Beginn der Handlung in HZD unbekannt. Erst im weiteren Verlauf wird klar, warum die Maschinen existieren und woher sie kommen.

Viele der Maschinen weisen ein tierähnliches Aussehen auf und sie verhalten sich auch in etwa wie ihre biologischen Vorbilder. Zumeist sind sie in Herden oder kleinen Gruppen anzutreffen, allerdings gibt es auch allein umherziehende Jäger.


Entstehung und Entwicklung

Die Maschinen in Horizon Zero Dawn sind die aktuelle Spitze der Robotertechnologie der so genannten Alten Welt.

Die ersten, teils autonomen Maschinen dieser Art wurden in den 2030ern entwickelt, als Weiterentwicklungen der zuvor eingesetzten, nicht autonomen Maschinen. Sie kamen dank ihrer Vielseitigkeit und Praktikabilität nach und nach in allen Lebensbereichen zum Einsatz und vor allem während der Großen Rückforderung nahm ihre Zahl rasant zu. Maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt war der US-Konzern Faro Automated Solutions (FAS) unter seinem Gründer Ted Faro. Die Firma bot zu Beginn ihres Erfolges zunächst "smarte Lösungen für Alltagsaufgaben". Dazu gehörte unter anderem der so genannte "Fokus", ein Allround-Miniturcomputer. Es folgten unter der Leitung von Doktor Elisabet Sobeck "grüne" Robotertechnologien, die vor allem dabei helfen sollten, Umweltschäden zu beheben und ganz allgemein das Leben umweltverträglich zu erleichtern, zu verbessern, aber auch zu retten und zu bewahren. Die Roboter der "Großen Rückforderung" stammten mehrheitlich von FAS.

Um 2050 begann FAS auf Weisung Faros damit, sich stärker auf die gewinnversprechendere Militärrobotiksparte zu konzentrieren und autonome Kampfmaschinen zu entwickeln. FAS-Spitzenprodukte in diesem Bereich waren die die Modelle Scarab, Kopesh und Horus, die zusammen die Chariot-Linie bildeten, schwer bewaffnete "Friedenswächter", die ganze Armeen ersetzten, andere Maschinen übernehmen, Biomasse in Treibstoff umwandeln und sich selbst reproduzieren konnten. Die Entscheidung, Militärroboter zu entwickeln und am automatisierten Krieg zu verdienen, führte zum Bruch zwischen Faro und mehreren seiner Spitzeningenieure, darunter auch Sobeck. In den Folgejahren stieg FAS zum größten Rüstungskonzern der Welt auf und verkaufte seine "Friedenswächter" an jeden, der zahlen konnte. Gewaltige "Schwärme" aus FAS-Robotern entstanden unter verschiedenen Flaggen, die auch immer wieder gegeneinander eingesetzt wurden. Sobeck wiederum gründete mit Miriam Technologies eine eigene Firma, die an Stelle von FAS auf dem Gebiet der "grünen" und "lebensbejahenden" Roboterentwicklung tätig wurde. Sobeck und Faro wurden in den Folgejahren zu erbitterten Gegnern.

Die Faro-Plage

Die Faro-Plage

2064 ereignete sich ein Zwischenfall, der nur noch als "Der Fehler" bekannt ist. Was genau geschah, ist unbekannt, aber dieser Fehler führte dazu, dass der aus Chariots bestehende Hartz-Timor-Schwarm jedwede Befehle ignorierte und anfing, sich mit maximaler Geschwindigkeit zu vergrößern und alle Biomasse in Reichweite zu konsumieren. Der Schwarm, der bald nur noch Faro-Plage oder Faro-Schwarm genannt wurde, ließ sich durch nichts unter Kontrolle bringen und tötete alles Leben in seiner Reichweite, um es zusammen mit der restlichen Biomasse in Treibstoff umzuwandeln. FAS-Chef Ted Faro traf sich nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, die Kontrolle zurück zu erlangen, mit seiner Erzrivalin Sobeck. Er hoffte darauf, dass sie eine Lösung finden konnte, wo er gescheitert war. Sie erkannte jedoch, dass es keinen Weg mehr gab, die Maschinen rechtzeitig daran zu hindern, in ihrer Gier nach Treibstoff die Biosphäre zu zerstören und alles Leben zu vernichten. Sobeck entwickelte angesichts dieser Situation zugleich jedoch ein Projekt namens Zero Dawn, mit welchem es möglicherweise immerhin möglich wäre, die Biosphäre und auch die Menschheit wieder aufzubauen, nachdem die Maschinen alles getötet hätten.

Projekt Zero Dawn

In diesem Projekt wurde eine hochentwickelte künstliche Intelligenz namens Gaia erschaffen, die digitale Personifizierung von Mutter Natur, darauf programmiert, das Leben zu schützen und zu fördern. Gaia sollte als zentrale Intelligenz eines weltumspannenden Systems in der Lage sein, die Codes der Faro-Plage zu entschlüsseln und sie somit zu deaktivieren. Allerdings benötigte allein die Entschlüsselung nach wie vor mehrere Jahrzehnte, weshalb dies erst möglich sein würde, nachdem die Menschen bereits vernichtet waren. Gaia würde also nach dem Untergang die Faro-Roboter abschalten und dann die massiven Schäden beseitigen, um anschließend wieder bestimmte, unverzichtbare Tierarten, Pflanzen und zuletzt auch Menschen zu erschaffen. Um die Aufgaben zu erledigen, wurden Gaia mehrere Subroutinen zur Seite gestellt, die spezifische Teilaufgaben erledigen würden. So würde Hephaestus neue Maschinen für jede Aufgabe entwickeln, Poseidon die Wasseraufbereitung steuern und Aether die Atmosphäre regenerieren. Eine eigens entwickelte Subroutine namens Apollo sollte dann mit Hilfe des gigantischen Apollo-Archivs die von Eleuthia neu erschaffene Menschheit ausbilden und sie vor allem vor den Fehlern der Vergangenheit warnen.

Die Faro-Plage zerstörte in einem vierzehn Monate dauernden totalen Krieg die gesamte Menschheit und verschlang bis 2068 alles Leben auf Erde. Die wenigen Überlebenden, die in spezielle Schutzbunker wie Elysium geflohen waren, starben über die Jahre schließlich aus. Erst etwa um 2118 gelang es Gaia wie geplant die Codes zu knacken und den in eine Art Winterschlaf gefallenen Faro-Schwarm zu deaktivieren. Sie erschuf im Anschluss neue Maschinen in Tiergestalt, welche die anstehenden Aufgaben beim Wiederaufbau erledigen sollten. Über mehrere hundert Jahre säuberte Gaia mit diesen Maschinen den Planeten, rekonstruierte eine grundlegende Biosphäre, bevölkerte sie mit organischen Tieren und erschuf schließlich eine neue Generation von Menschen, die sie letztlich in die neu erschaffene Welt entließ. Diesen "neuen" Menschen war jedoch das Wissen um die Vergangenheit verloren gegangen, ebenso das über Jahrtausende von den Alten entdeckte und weitergegebene Wissen. Nur noch das "Kindergartenwissen", dass die Servitor-Maschinen der Ursprungsanlagen zur Verfügung hatten stellen können, war ihnen geblieben. Diese "neuen" Menschen traten aus ihren Ursprungsanlagen hinaus in eine Welt, die zwar einerseits vor Leben strotzte, andererseits aber auch übersät war mit den stummen Überresten einer einst großen Zivilisation. Mangels Ausbildung und Überlieferungen mussten die neuen Menschen sich die Welt und ihre Beschaffenheit selbst erklären. Die zahllosen Maschinen, denen sie begegneten und die die Welt bevölkerten, waren lange Zeit harmlos und die Menschen, die nun auf einem sehr einfachen Entwicklungsniveau lebten, jagten die Maschinen für ihre Rohstoffe und Bauteile. Gaia wiederum steuerte weiterhin das Terraforming-System, während ihre Direktiven ihr untersagten, sich den Menschen zu offenbaren.


20 Jahre vor den Ereignissen in HZD erreichte ein Signal unbekannter Herkunft GAIA Prime. Es transformierte ihre Subroutinen in sich ihrer selbst bewusste, extrem chaotische Entitäten. Die Subroutine Hades, die dazu bestimmt war, fehlerhafte Biosphären "zurückzuentwickeln", also zu zerstören, schickte sich an, die Kontrolle über das System zu übernehmen, wie es die Programmierung vorsah. Gaia überlud daraufhin den Hauptreaktor der Anlage, um Hades zu vernichten. Hades nutzte jedoch ein eigens entwickeltes Protokoll, um zu fliehen und sich zu verstecken, auch die anderen Subroutinen entkamen. Als der Reaktor explodierte, wurde Gaia zerstört, Hades die Kontrolle über das System verwehrt und die Welt zunächst gerettet. Doch ohne zentrale Steuerung würde das System fortan immer schwerere Fehlfunktionen entwickeln und irgendwann zusammenbrechen, denn jede Subroutine traf nun ihre eigenen, unkoordinierten Entscheidungen. Unmittelbares Resultat war die Maschinenstörung, denn Hephaestus sah die Menschen fortan als schwere Bedrohung, da sie die Maschinen jagten und somit seine Funktion beeinträchtigten. Er begann mit der Entwicklung von speziellen Kampfmaschinen, die die anderen Maschinen beschützen und gezielt Jagd auf Menschen machen. Die zuvor sanftmütigen Maschinen entwickeln zudem ein immer aggressiveres Verhalten, wann immer sie auf Menschen treffen.


Erscheinungsbild

GAIA-Maschinen

Die Maschinen des Gaia-Terraformingsystems sind mit wenigen Ausnahmen echten Tieren nachempfunden und fügen sich zumeist optisch in ihre Umgebung ein. Sie bestehen aus verschiedenen Legierungen, Kunststoffen und Fiberglaskabeln. Sie tragen das Logo ihrer jeweiligen Brutstätte an verschiedenen Stellen ihres Körpers. Je nach Aufgabenbereich sind die Maschinen unterschiedlich massiv konstruiert, unterschiedlich stark gepanzert und die Panzerung ist zudem farblich lackiert. Nicht alle dieser Tiermaschinen besitzen Kiefer, diejenigen, die welche tragen, verfügen üblicherweise über geteilte Unterkiefer, die wie Mandibeln wirken. In ihrer Größe variieren die Gaia-Maschinen von wenig größer als ein durchschnittlicher Mensch bis hin zur Höhe eines zehnstöckigen Hauses. Ihr Erscheinungsbild reicht von fragil und grazil bis hin zu wuchtig und massiv. Abgesehen vom Langhals und den Kontrolltürmen haben alle Gaia-Maschinen optische Sensoren, die entweder monokular (beispielsweise Graser) oder binokular (Beispiel: Sturmvogel) angeordnet sind.

Faro-Maschinen

Die Maschinen der Chariot-Linie sind Kampfmaschinen aus der Zeit der legendären Alten, gebaut für den Krieg und das Schlachtfeld und das sieht man ihnen auch an. Ihr Anblick soll Unbehagen auslösen und verglichen mit den eher organisch anmutenden Gaia-Maschinen wie Wächtern oder Läufern wirken die Faro-Maschinen daher fremdartig und gefährlich. Das Metall ihrer Hülle ist meist schwarz, ihre Sensoren glühen in einem bösartigen Rotton und ihre Waffen sind offen sichtbar. Während der skorpionartige Scarab und der kalmarähnliche Horus-Titan an Wirbellose erinnern, hat der Kopesh überhaupt keine Entsprechung im Tierreich. Alles an ihnen wirkt anorganisch und sie wirken in jeder Umgebung wie ein Fremdkörper, was das Unbehagen bei ihrem Anblick noch verstärkt.

Unterteilung der Maschinen

Die Maschinen wurden und werden von der Subroutine Hephaestus entworfen und gebaut. Sie sind in Kategorien unterteilt, die von ihren Tätigkeiten abhängig ist. Für das Besiegen jeder Maschine aus einer Kategorie gibt es eine Trophäe. Das Gaia-Terraformingsystem wird von Sylens auch als Schöpfungsmaschine bezeichnet. Die Maschinen bilden in ihrer Gesamtheit eine komplexe, weltumspannende, aufeinander aufbauende, mechanische Parallelfauna und sind das Fundament der gesamten rekonstruierten Biosphäre. Ursprünglich existierten drei Klassen von Maschinen, Hephaestus erschuf später noch die Kampfmaschinen-Klasse, deren einziger Zweck der Kampf gegen Menschen ist.

Beschaffungsmaschinen

Diese Maschinen machen den Hauptanteil der Maschinen aus und unterstehen je nach ihrem Zweck den Subroutinen Demeter, Poseidon, Artemis und Aether.

Terraformer

Terraformer unterstehen in erster Linie Demeter und verändern das Antlitz der Erde, zuerst um das Pflanzenwachstum zu fördern, nun um es zu erhalten. Klassischen Herdentieren nachempfunden bearbeiten sie den Boden oder beseitigen Felsen und andere Hindernisse, um den Fortbestand der Biosphäre zu sichern.

Reiniger

Reinigermaschinen unterstehen in erster Linie Demeter, Poseidon und Aether und ihr Zweck besteht darin, toxische Substanzen aus der Umwelt zu entfernen und Lust, Wasser und Boden zu reinigen.

Recycler

Da die einzelnen Maschinen nicht ewig halten, müssen Maschinenwracks kontinuierlich geborgen und wiederverwertet werden. Zu diesem Zweck werden spezielle Maschinen unter der Kontrolle durch Hephaestus eingesetzt, die zerstörte Maschinen bergen und ihre Teile der Wiederverwertung zuführen.

Transportmaschinen

Unter diese Kategorie fallen diverse Maschinen mit unterschiedlichen Aufgaben. Sie alle besitzen Behälter, mit denen sie große Mengen an Ressourcen transportieren können, die die Beschaffungsmaschinen gesammelt haben, entweder um sie zu den Brutstätten zu transportieren oder um sie selbst einzusetzen.

Aufklärermaschinen

Aufklärer sind die einfachsten Maschinen überhaupt, zumeist um ein spezielles Ortungsgerät wie ein Radar oder einen optischen Sensor herumgebaut. Ursprünglich dazu gedacht, das Terrain zu erkunden und geeignete Orte für Terraformingprozesse zu finden, sind sie nun dafür zuständig, Beschaffungs- und Transportmaschinen zu begleiten und vor Gefahr zu warnen. Sie können zwar kämpfen, sind jedoch primär für Warnrufe und Unterstützungssignale zuständig, die andere, stärkere Maschinen herbeirufen können.

Kommunikationsmaschinen

Diese Maschinen sind eine Klasse für sich und das Rückgrat des Maschinennetzwerks. Sie dienen als eine Art Relais zwischen Gaia selbst und den Maschinen. Mobilen Datenzentren vergleichbar, verarbeiten sie eingehende Informationen und leiten sie weiter. Seit Gaias Ausfall laufen diese Maschinen auf Automatik und halten die grundlegende Funktion des Systems aufrecht.

Kampfmaschinen

Die Kampfmaschinen existierten nicht, als die ersten Menschen aus den Ursprungsanlagen in die Welt zurückkehrten. Sie sind eine direkte Reaktion von Hephaestus auf die Maschinenjäger der verschiedenen Menschenstämme. Allerdings existierten einige dieser Maschinen, wie der Pirscher, aus nicht bekannten Gründen tatsächlich schon vor der Maschinenstörung. Diese Kampfmaschinen sind in der Mehrzahl Beutegreifern wie Adlern, Tigern oder Bären nachempfunden und verhalten sich auch genau so. Allerdings machen sie keine Jagd auf ihre "pflanzenfressenden" Maschinen-Gegenstücke, sondern beschützen andere Gaia-Maschinen und greifen jeden Menschen an, den sie entdecken.

Der Sturmvogel wird zwar als Kampfeinheit klassifiziert, ist aber eigentlich eine Maschine zu Reinigung der Atmosphäre, wie im Hologramm Die guten Neuigkeiten zu sehen ist. Nichtsdestotrotz ist er durch seine Größe und seine Fähigkeiten eine der gefährlichsten Maschinen in HZD. Der Donnerkiefer wiederum ist der "Star" unter den Kampfmaschinen, erinnert er doch in seinem Aussehen an einen schwer bewaffneten Tyrannosaurus Rex.

Faro-Maschinen

Faro-Maschinen sind Maschinen der alten Welt. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Kampfmaschinen der Chariot-Linie. Doch auch der so genannte Fokus, eine Art Minicomputer, ist genau genommen eine Faro-Maschine, allerdings keine autonom handelnde.

Unbekannt

Die neuen Maschinen aus Horizon II Forbidden West sind bislang mangels Informationen teilweise noch keiner Kategorie zugeordnet.

Trivia

  • Der Name der meisten Maschinen beinhaltet eine Beschreibung ihrer Aufgabe oder ein markantes Merkmal. Einzige Ausnahme sind Behemoth und Metallteufel, die mystischen Vorbildern angelehnt sind.
  • Obwohl die Welt vor 2066 gemäß den erhaltenen Aufzeichnungen hochtechnisiert war und eine Vielzahl von verschiedensten Robotern für jeden nur erdenklichen Zweck kannte, finden sich davon abgesehen vom Faro-Fokus und den Chariot-Modellen keinerlei Spuren in der Welt von HZD, keine Wracks, keine überwucherten Relikte, keine schlafenden Exemplare, nichts. Eine mögliche Erklärung ist, dass der Faro-Schwarm diese für ihn nutzlosen Maschinen zerlegte, um ihre Rohstoffe zu nutzen.
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