Ersa war eine Oseram und die Schwester von Erend. Sie war eine der Schlüsselfiguren des Widerstandes gegen das Regime des dreizehnten Sonnenkönigs Jiran und als Kommandeurin der Oseram-Garde die engste Vertraute seines Nachfolgers Avad, dem vierzehnten Sonnenkönig.

Sie führte die Oseram-Garde bis zu ihrem Tod durch die Hand des Oseram-Renegaten Dervahl. Vor ihrem Tod konnte sie Erend noch vor Dervahls Plänen gegen die Carja-Hauptstadt Meridian warnen. Durch diese Warnung war wiederum die Nora-Jägerin Aloy in der Lage, Dervahl zu stoppen.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühes Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Ersas frühes Leben ist nichts bekannt, es ist anzunehmen, dass sie zusammen mit ihrem Bruder im Anrecht, dem Territorium der Oseram, aufwuchs.

Rote Raubzüge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als die Carja auf Befehl Jirans mit den Roten Raubzügen begannen, waren die Oseram als direkte nördliche Nachbarn ein logisches Ziel und wurden regelmäßig überfallen. Bei einem dieser Überfälle geriet Ersa in die Hände der Carja, eine von Vielen, die im Sonnenring geopfert werden sollten. Ersa allerdings überlebte im Sonnenring und tötete dort sogar zwei von Jirans Falken, den Elitekriegern der Carja. Jiran war davon ungeachtet seiner Grausamkeit so beeindruckt, dass er Ersa zur Palastsklavin machte. Im Sonnenpalast lernte Ersa Jirans zweiten Sohn Avad kennen. Die beiden wurden Freunde und Avad half Ersa im Jahr 3035, aus dem Palast zu fliehen und zu den Oseram zurück zu kehren.

Dervahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Rückkehr ins Anrecht knüpfte Ersa Kontakte zu den verschiedenen Widerstandsgruppen, die sich den Carja entgegen stellten. Sie und Erend traten schließlich einer dieser Gruppen unter Führung Dervahls bei. Als Dervahl seine Familie durch die Carja verlor, verfolgte dieser fortan immer mehr eine Strategie der unterschiedslosen Vergeltung. Ersa und Erend trennten sich von Dervahl, als ihnen klar wurde, dass dieser sich praktisch Völkermord zum Ziel gemacht hatte. Dies trug den Beiden die Feindschaft Dervahls ein. Zudem wies Ersa die Avancen Dervahls zurück, was seinen Hass auf sie vertiefte.

Die Befreiung Meridians[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Jahre nach Ersas Flucht aus Meridian, im Jahr 3037, erschien völlig überraschend Avad mit seiner Ehrengarde im Anrecht. Seines Vaters Grausamkeiten überdrüssig, erhoffte sich Avad, in den Oseram Verbündete zu finden, um das korrupte und wahnsinnige Terrorregime zu stürzen. Dabei baute er vor allem auf die Freundschaft mit Ersa, da er ohne Fürsprecher bei den Oseram kein Gehör finden würde. Ersa und Erend unterstützen Avads Initiative und formten mit den verschiedenen Oseram-Kommandeuren eine Allianz unter Avads Führung. Das vertiefte Dervahls Hass, der durch seinen Extremismus ohnehin schon isoliert von den anderen Kommandeuren stand. Zudem vermutete er, dass Ersa und Avad eine Beziehung führten, und seine Eifersucht schürte den Hass erneut. Als Ersa und Erend zusammen mit Avad auf Meridian marschierten, verschwand Dervahl von der Bildfläche. Insgeheim plante er weiter seine Rache an den Carja und auch an Ersa und Erend.

Beziehung zu Avad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Anerkennung der Dienste seiner Oseram-Verbündeten formierte Avad nach dem Sieg über seinen Vater und der Desertion der Falken zu den Schatten-Carja eine neue Eliteeinheit des Carja-Militärs: die Oseram-Garde, die fortan für den Schutz des Sonnenkönigs zuständig war. Ersa übernahm das Kommando über diese Garde, mit Erend als ihrem Stellvertreter. Ersa fungierte auch weiterhin als Verbindung zu den einzelnen Fraktionen innerhalb des Anrechts und war ein Schlüsselelement der fortbestehenden Allianz zwischen den reformierten Carja und den Oseram. Auch das persönliche Band zwischen Avad und Ersa vertiefte sich und die beiden begannen tatsächlich eine Beziehung, die sie allerdings nicht öffentlich machen konnten, denn weder die Carja noch die Oseram hätten dies zu diesem Zeitpunkt akzeptiert. In der Folgezeit versuchte Ersa wiederholt, den abtrünnigen Dervahl aufzuspüren und zur Verantwortung zu ziehen, denn dieser kämpfte weiterhin gegen die Carja und war mittlerweile auch von den Oseram offiziell zum Verbrecher erklärt worden.

Dervahls Schlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Verschwinden plante Dervahl zwei Jahre lang die Umsetzung seines Plans, mit dem er seine drei Hauptziele vernichten wollte: Ersa, Erend und Meridian. Im Jahr 3039 schickte er eine Nachricht an Ersa, in der er um ein Treffen ersuchte. Er gab an, die Bedingungen für einen Frieden mit den Carja besprechen zu wollen. Obwohl Ersa wusste, dass Dervahl log und das Treffen ein Hinterhalt war, willigte sie ein, da sie glaubte, sie und ihre Gardeeskorte könnten es mit Dervahls Leuten aufnehmen und ihn gefangen nehmen. Bei ihrer Ankunft am Treffpunkt wurden Ersa und ihre Leute jedoch unmittelbar von Dervahls neuester Waffe, einer Schallkanone, überwältigt. Dervahl tötete Ersas Eskorte und arrangierte einen fingierten Schauplatz, an dem es so aussah, als wären Ersa und ihre Leute von den Schatten-Carja überfallen und getötet worden. Er platzierte auch eine verstümmelte Leiche als Ersas Double und verschleppte sie in sein Lager, wo er sie folterte und versuchte, Informationen aus ihr heraus zu pressen.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungeachtet Dervahls Verschleierungstaktik wurde Ersas Schicksal dennoch enthüllt. Aufgebracht über Ersas vermeintlichen Tod ersuchte Erend die Nora-Jägerin Aloy um Hilfe, als diese nach dem Erprobungsmassaker auf der Suche nach Antworten unerwartet nach Meridian kam und ihn in Olins Appartment mit ihrem Talent im Spurenlesen beeindruckte. Aloy durchschaute Dervahls Täuschung sofort nach dem Eintreffen am vermeintlichen Schauplatz des Überfalls und entdeckte den tatsächlichen Ort des Geschehens und was passiert war. Aloy war auch in der Lage, Dervahls Versteck zu finden und zusammen mit Erend und weiteren Gardisten zu stürmen. Nach hartem Kampf gegen Dervahls Leute entdeckten sie Ersa in ihrer Zelle im Keller. Doch die Wiedervereinigung der Geschwister dauerte nicht lange: tödlich verletzt starb Ersa in Erends Armen, nicht ohne ihm zuvor Dervahls Pläne zu offenbaren und ihm die Verantwortung für die Garde und Avad zu übertragen.

Ihre Warnung ermöglichte es Aloy, Dervahls Pläne zu vereiteln und den Oseram zu besiegen. Dervahl wurde für seine Taten zur Rechenschaft gezogen, darunter auch den Mord an Ersa.

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