Horizon Zero Dawn Wiki

Fundort[]

Carja - Westen / Lichtenmarkt-Hafen / auf Tresen der Taverne

Inhalt[]

"Gerüchte über die Nora vom Weitgereisten Aram"

Leser, schon oft wurde ich gebeten, den schrecklichsten aller barbarischen Stämme zu beschreiben, die Nora aus dem Wilden Osten. Es kursieren so grausame Gerüchte über dieses Volk, dass man glauben könnte, sie hätten uns in der dunklen Zeit des Verrückten Sonnenkönigs überfallen - und nicht umgekehrt. Nun, liebe Leser, bin ich zwar ein mutiger Mann, doch es gibt einen schattenweiten Unterschied zwischen Mut und dem sicheren Tod - und es ist der sichere Tod, der jeden erwartet, der das Heilige Land der Nora betritt.

Ich reiste dennoch in das schneebestäubte Hinterland des Wilden Ostens hinter dem Tagturm und weiter bis an die Grenze des Nora-Gebiets, wo jetzt ein ärmlicher Handelsposten namens Jägersiedlung steht. Dort saß ich mit Fremden und ungehobelten Kerlen am Lagerfeuer und hörte Geschichten und Augenzeugenberichte über das, was sich im Tal der Kriegerfrauen abspielt.

Man erzählte mir, dass eine Tagesreise weiter südlich der Ort Mutterkrone liege - ein Name, der Prachtvolleres verspricht als die Festung aus Baumstämmen und Holzhütten, die mir beschrieben wurde. Mir wurde jedoch versichert, dass sie sehr eindrucksvoll auf einem Felsvorsprung thront, hoch über rasenden Stromschnellen und tosenden Wasserfällen. Von ihren Wällen aus zieht sich eine Reihe von Wachtürmen bis über die Berge, und bei jeder Annäherung werden brennende Pfeile als Warnzeichen zwischen ihnen in die Luft geschossen. (Von einem Stamm, der so um seine kostbare Wildnis besorgt ist, hätte ich ein weniger leichtsinniges Verhalten erwartet!)

Eindringlinge, diedanach noch tapfer oder töricht genug sind, sich weiter zu nähern, werden mit weiteren Pfeilen begrüßt - die dieses Mal knapp über ihren Köpfen vorbeizischen. Die Fremden waren sich kichernd darüber einig, dass ein Carla, der eine Farben zeigt, seinen Kopf besser dort einziehen sollte, und dass sogar Soldaten hinter den Mauern des Tagturms darüber klagen, von Nora-Kriegerinnen überfallen und verschlungen zu werden. Ich korrigierte sie und sagte, dass es die Tenakth und nicht die Nora seien, die dem Kannibalismus frönten - die Nora sind lediglich dafür bekannt, die Rinde von Bäumen und harte Pflanzen zu kauen und seltsames Kräutergebräu zu trinken. Ich äußerte die Ansicht, dass es ihnen sogar verboten sein könnte, Fleisch zu essen, außer bei ihren merkwürdigen, weiblichen Ritualen im Mondschein.

Ja, im umnachteten Land der Nora ist der natürliche Lauf der Dinge umgekehrt. Frauen herrschen über Männer, und die Macht des Carja-Metalls wird von Holz, Leder und Fellen abgewehrt. Ruinen voller wertvoller Artefakte bleiben unberührt, fruchtbare Ländereien liegen brach. Nur den Maschinen - denen die Nora nach irgendeinem Konflikt ihrer Vorfahren zutiefst misstrauen - scheinen diese ungezügelten Merkwürdigkeiten nichts auszumachen. Vater Sonne hat hier keinen Platz, und es würde mich nicht überraschen, wenn die Nora-Göttin der Mond selbst wäre.

Obwohl es stets Nora-Frauen sind, von denen in Geschichten über ein Zusammentreffen mit dem Stamm berichtet wird, wurden auch schon Männer gesichtet, die die fremdartigen Frisuren und die blauen Symbole der Nora-Krieger tragen. Aus älteren Studien über den Stamm habe ich geschlossen, dass ein Ritual namens "Erprobung" Männern ermöglicht, gegeneinander zu kämpfen, um das Wohlwollen ihrer Herrscher zu gewinnen.

Leider bleibt meine Neugier auf dieses und andere Nora-Rituale ungestillt, doch es ist meine Hoffnung, dass Seine Erleuchtheit diesen geheimnisvollen Barbaren einst ein Bündnisangebot unterbreitet. Solche Großzügigkeit des Sonnenkönigs - und das Wissen, dass mich sehr viele gut ausgerüstete Wappenträger begleiten würden - würde mich dazu ermutigen, mir dort alles mit eigenen Augen anzuschauen, zum Wohle meiner Leser. Tatsächlich plane ich, eine Frau als Schreiberin anzuheuern, die das Gespräch zwischen den Nora und mir in diesem Falle erleichtern könnte. (Eine bessere Wahl für eine junge Carja-Frau, als Verkäuferin für die Oseram-Metallhändlerin in der Stadt zu werden, nicht wahr?)

Bis diese sonnenberührte Zeit kommt, müssen jedoch Kopien aus meiner großen Sammlung von Zeichnungen genügen, die ich im Laufe der Jahre zusammengetragen habe - nur Momentaufnahmen dieses bizarren, wilden und doch seltsam faszinierenden Weibsvolks.