Die Ruinen von Denver

"Wir wissen, dass wir hier nicht die Ersten waren. Unsere Geschichten... erzählen von jenen, die vor uns kamen... den Alten" Aloy im Trailer von Horizon Zero Dawn

Als "Die Alten" (Old Ones) bezeichnen die Stämme in Horizon Zero Dawn die Angehörigen der "alten" Zivilisation, die vor fast eintausend Jahren unterging.

Praktisch nichts Handfestes ist über diese Alten bekannt, das wenige Wissen, das über sie und ihre Welt vorhanden ist, stammt aus Legenden, Märchen sowie Interpretationen und ist dementsprechend unzuverlässig. Nur sehr wenige, für die Stämme selten verständliche Aufzeichnungen sind erhalten geblieben, die stummen Gerippe verfallener Städte lassen den Betrachter vage erahnen, wie mächtig die "Alten" gewesen sein müssen.

Die Stämme bezeichnen die Überreste dieser legendären Zivilisation teils unterschiedlich - so sprechen die Nora von der "Metallwelt", die Oseram dagegen von "der alten Welt".

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Menschheit in der Mitte des 21.Jahrhunderts war eine technische Hochkultur. Sie verfügte über sehr weit fortge- schrittene Technologien, die sie im Laufe von Jahrtausenden entwickelt und verfeinert hatte. Eine der Schlüssel-technologien dieser Zivilisation war die Robotik, die smarte Alltagsgegenstände, künstliche Intelligenzen, holografische Projektionen und Mikrotechnologie genau so umfasste wie vollautomatisierte Kriegsmaschinen, die ganze Armeen ersetzten. Die Zahl der künstlichen Intelligenzen wuchs beständig, sie reichten von einfachen Haushaltshilfen bis hin zu Militär-KIs, die ohne menschliche Beteiligung strategische Gefechtspläne für ausgewachsene, mit militärischen Mitteln geführte Konflikte entwarfen. Die Welt der Alten war - allem Fortschritt zum Trotz - weiterhin keine friedliche.

Klimawandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 21.Jahrhunderts sah die Menschheit sich mit den drastischen Folgen des Klimawandels konfrontiert: Einem großen Artensterben fielen unter anderem Ikonen wie der amerikanische Grizzly zum Opfer. Das Inlandeis der Antarktis und Grönlands schmolz, der Meeresspiegel stieg dramatisch an. Die Küstenlinien änderten sich, dicht besiedelte Küstenregionen wurden überflutet. Die Bahamas, zahllose Pazifikinseln und Singapur gingen buchstäblich unter. Länder wie Neuseeland wurden unbewohnbar. Schätzungsweise 20 Prozent der Weltbevölkerung wurden durch den Klimawandel zu Flüchtlingen. Die Nationalstaaten sahen sich einem Millionenheer an Hilfesuchenden gegenüber, ihre Kapazitäten wurden überlastet, es kam zu Unruhen und Aufständen. Globalen Hungerkrisen, Verteilungskämpfen und Ressourcenknappheit fielen Millionen Menschen zum Opfer.

Die große Rückforderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angesichts dieser Realität und der fortschreitenden Eskalation der Probleme entschlossen sich Nationen und private Initiativen schließlich zum Handeln. Etwa ab Mitte oder zum Ende der Zwanziger-Jahre unternahmen sie immer gewaltigere Anstrengungen, um die Umweltschäden der Vergangenheit zu beheben und die Auswirkungen abzumildern oder aufzuheben. Allein in den Vereinigten Staaten von Amerika wurden über ein Dutzend Projekte gleichzeitig betrieben, darunter Projekt Firebreak. Dabei wurden "grüne" Robotertechnik und hochentwickelte KIs eingesetzt und unter Anderem die Meere gesäubert, der Regenwald aufgeforstet und die Atmosphäre gereinigt. Auch das Inlandeis der Antarktis wurde wiederhergestellt, um die Meeresspiegel wieder abzusenken. Ironischerweise verstärkten diese Umweltschutzbemühungen die Abhängigkeit der Menschheit von ihren technischen Schöpfungen, denn ohne die Roboter und Künstlichen Intelligenzen wären die gesteckten Ziele unerreichbar gewesen. Auch der anvisierte "Idealzustand" ließ sich langfristig ohne Robotik weder erreichen noch dauerhaft halten. Diese so genannte "Große Rückforderung" erreichte um oder kurz nach 2040 ihren vorläufigen Abschluss und Ted Faro, der Vorsitzende von Faro Automated Solutions, erlangte mit seiner Firma in diesen Jahren den Ruf, der "Retter der Welt" zu sein.

Automatisierter Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer nun annimmt, dass der Klimawandel und die gemeinsamen Probleme die Menschheit einten, der irrt. Schon während der Krise war es zu Konflikten um knappe Rohstoffe und Territorien gekommen. Und natürlich blieb der militärische Sektor vom Siegeszug der Robotik nicht ausgespart, war im Gegenteil sogar einer seiner Motoren. Ab den 2040er Jahren setzten sich autonome Waffensysteme immer mehr durch, Roboter, die mit entsprechenden Befehlen und Einsatzparametern versorgt nicht nur einzelne Gefechte, sondern ganze Feldzüge ohne das Problem menschlicher Kosten durchführen konnten. Die menschlichen Armeen der so genannten "entwickelten Staaten" (also vor allem der USA, Europa, etc) wurden folglich als überholt ausgemustert und die Soldaten nach Hause geschickt, immer leistungs- fähigere Roboter traten an ihre Stelle. Die Spitze der militärischen Robotertechnologie bildeten in den späten 2050ern die Chariots von Faro Automated Solutions, die komplett selbstversorgend waren, mit dem "Horus-Titanen" fähig zur Selbstreplikation und mittels Nanotechnologie in der Lage, im Notfall Treibstoff aus Biomasse zu gewinnen. Eine gefährliche Kombination, doch so lange die Kommando- und Kontrollfunktionen zwischen den Chariots und FAS bestanden, konnten diese Roboter jederzeit abgeschaltet werden. Die Chariots verdrängten in kürzester Zeit alle anderen Kampfroboter-Linien aus den Arsenalen der führenden Roboterarmeen und ihre Zahl wuchs beständig.

In allen vorangegangenen Konflikten war die Bevölkerungszahl einer Kriegspartei und ihre Wirtschaftkraft langfristig der entscheidende strategische Faktor schlechthin gewesen. Nun war der verfügbare Reichtum ausschlaggebend dafür, wie groß die Armee einer Partei war, und der Grad der technologischen Entwicklung, wie schlagkräftig und effizient die Roboter operierten. Das führte dazu, dass nicht nur Staaten wie die USA gewaltige Roboterflotten unterhielten, sondern immer mehr auch multinationale Konzerne wie Hartz-Timor und Metallurgic. Es entstand sogar eine völlig neue "Dienstleistungs-Industrie", Firmen, deren Geschäftsmodell einzig und allein darin bestand, ihre Roboterflotte an Konflikt- parteien zu vermieten und dafür Gebühren zu kassieren. Das Gewaltmonopol der Staaten endete damit endgültig. Als nun nach der großen Rückforderung zuvor überflutete Regionen wieder aus dem Meer auftauchten, entbrannten darum sofort Streitigkeiten. Denn diese wieder erreichbaren Territorien boten nicht nur Lebensraum, sondern auch dringend benötigte Rohstoffe.

Durch die allgemeine Verfügbarkeit und vor allem leichte Ersetzbarkeit von Roboterarmeen wurden bewaffnete Konflikte um Rohstoffe und Territorien zur Tagesordnung und der Krieg wieder schlicht zur Politik mit anderen Mitteln. Der Einsatz dieser Maschinen war so alltäglich, dass die Menschen dieser Zeit schon gar nicht mehr von "Krieg" sprachen, sondern von "Aquirierung", "friedenssichernden Einsätzen", "Mensch-Roboter-Konflikten" oder "nichtlethalem Aufruhr- management". Auch betrachteten sie die Chariots nicht als Kampfmaschinen, sondern "Friedenswächter" (als ob sich die Natur der Sache ändert, indem man ihr einen neuen Namen gibt). Die Perversität dieser Geisteshaltung zeigte sich darin, dass die Konzerne nicht nur beliebig Roboter gegen Roboter ins Feld führten, sondern die spektakulärsten Gefechte und größten Explosionen auch noch aufzeichneten und als holografisches Unterhaltungsprogramm anboten.

Die Macht der Konzerne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Konzerne dieser Welt hatten in dieser hochtechnisierten Zivilisation mittlerweile den gleichen oder einen mächtigeren Status als viele Nationen und forderten diese offen heraus. Die Trennung zwischen Politiker und Konzern- manager war immer mehr verschwunden, oft waren die Mächtigen beides zugleich. Die Arbeitslosigkeit erreichte Rekordwerte, da Roboter und 3D-Druckverfahren viele herkömmliche Arbeitsplätze hinfällig machten, und es kam zu massiver Arbeitsmigration vor allem junger Leute in die weniger entwickelten Länder, in denen Arbeitskräfte gebraucht wurden. Die Massenarbeitslosigkeit bedeutete automatisch auch eine Erosion der sozialen Sicherung und der Einkommen sowie eine verschärfte, letztlich ruinöse Konkurrenz der Menschen untereinander, denn die Konzerne konnten sich nun aussuchen, wer die begehrten Arbeitsplätze erhielt, und natürlich nahmen sie nur die Besten zum geringsten Preis.

Wie sehr die Welt der Alten in die Krise schlitterte, zeigte sich ganz besonders mit der Odyssey: Dieses ehrgeizige Weltraumprojekt scheiterte nach Milliardeninvestitionen an internen Streitereien und Finanzierungsproblemen, das Kolonieschiff wurde im Orbit zu einem Symbol technischer Hybris.

Einer der größten und mächtigsten Konzerne war mittlerweile endgültig Faro Automated Solutions (FAS), der Haupt-lieferant für Roboter und "smarte" Anwendungen, vom "Faro Focus" Minicomputer bis hin zu den Chariot-Kampfrobotern. Alle bedeutenden Militärflotten bestanden 2060 aus Chariots und das Geschäft mit den Chariots war eine der Haupt- säulen von FAS. Jede neue Einheit brachte FAS Umsatz und so förderten die "Verkaufsexperten" bei FAS die Konflikte noch, denn wie jeder gute Waffenlieferant lieferte FAS an alle Seiten und verdiente mit jeder Explosion Geld.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenig ist bekannt über die menschliche Kultur vor 2064, aber die verbliebenen Relikte zeigen deutlich, dass auch hier eine umfassende Digitalisierung erfolgte und immer mehr Roboter zum Einsatz kamen. Die Hologramm- und Roboter-technik brachte eine völlig neue Unterhaltungsszene zum Vorschein, neue Drogen forderten ihre Opfer. So wie Roboter die Kriege führten, so unterhielten Robotermannschaften, die in Stadien gegeneinander kämpften, die Massen. Soziale Netzwerke waren alltäglich für die Kommunikation, wurden jedoch auch von unzähligen Bots bevölkert und massiv für Werbezwecke jedweder Art benutzt. Einer breiten Öffentlichkeit unbekannt bewegten sich die Konzerne hinter den Kulissen des Netzes und zensierten nach Kräften jedwede unerwünschte Berichterstattung mittels so genannter "Unterdrücker-Teams" in ihren PR-Abteilungen. Reisen waren nicht mehr nur real, sondern auch holografisch möglich und wurden allgemein bevorzugt. Generell weisen viele Relikte auf ein ausgeprägtes massives Konsumdenken und eine allgemeine Übernahme aller nur denkbaren Bereiche durch Maschinen und mehr oder weniger hoch entwickelte künstliche Intelligenzen hin. Gleichzeitig liefern sie häufig Hinweise auf politische Apathie, Passivität und Resignation.

Allerdings etablierte sich gleichzeitig eine Szene, die das "echte" Erlebnis bevorzugte, genau so, wie sich erkennen lässt, dass viele Menschen sich generell zu fragen begannen, was angesichts der immer weiter fortschreitenden Automatisierung, Maschinisierung und Gewinnoptimierung praktisch der gesamten produktiven Kräfte eigentlich überhaupt noch ihr Daseinszweck wäre. Doch nur Wenige äußerten offen Kritik oder wandten sich tatsächlich von den Mainstreams ab. Nach den Terrorwellen des Kults der "Ewigen Verdammnis" in den 2040ern war Rebellentum unpopulär geworden und die wenigen Anflüge davon äußerten sich in pseudo-anarchistischen Erscheinungen wie der "Idiot Army".

Die meisten Menschen taten das, was auch vorherige Generationen getan hatten: Sie versuchten, in einer Welt zurecht zu kommen, in der andere die Entscheidungen trafen... und sie selbst eigentlich nichts zu melden oder gar zu erwarten hatten.

Untergang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Faro-Plage auf dem Vormarsch

Im Jahr 2064 ereignete sich ein Zwischenfall, der nur noch allgemein als "der Fehler" bekannt ist. Aus unbekannter Ursache trennte der Hartz-Timor-Schwarm seine Kommando- und Kontrollprotokolle, alle Befehle wurden ignoriert. Die Roboter des Schwarms wurden sich ihrer selbst bewusst und begannen, sich unkontrolliert zu replizieren und alle Biomasse in Reichweite zu konsumieren. Die verfügbaren Kampfroboter konnten aufgrund der Hacker-Fähigkeiten der Chariots nicht gegen den Schwarm eingesetzt werden. Durch seine exponentielle Selbstreplikationsrate wurde gleichzeitig jeder Versuch, den Schwarm konventionell zu bekämpfen, von vornherein ein sinnloses Unterfangen. Die Krise wurde bekannt als die Faro-Plage und ab November 2064 war klar, dass das Leben auf der Erde insgesamt vor der Auslöschung stand und es keinen Weg gab, die Faro-Plage zu stoppen, bevor sie alles Leben restlos zerstören würde. Den besten Schätzungen nach verblieben 16 Monate, wogegen das Knacken der hochentwickelten Protokollcodes ein halbes Jahrhundert benötigt hätte. Mit der unvermeidbaren Auslöschung allen Lebens konfrontiert, wurde Projekt: Zero Dawn unter der Leitung von Roboterwissenschaftlerin Doktor Elisabet Sobeck gestartet, nach anfänglichem, das Unvermeidbare zurückweisendem Widerstand finanziert durch FAS-Gründer Ted Faro.

Sobeck entwarf und konstruierte mit ihrem Team bei Zero Dawn unter enormem Zeitdruck die superintelligente KI Gaia und um Gaia herum ein vollautomatisches Terraformingsystem. Die Idee dahinter war radikal, verzweifelt und schwer fassbar, aber es bestand keine Alternative: Da es unmöglich war, die globale Ausrottung zu verhindern, musste ein Saatkorn für einen Neuanfang erschaffen werden. Gaias erste Aufgabe würde es sein, nach der globalen Ausrottung über mehrere Jahrzehnte hinweg die Sicherheitsprotokolle des Schwarms zu knacken und dann die Deaktivierungs- codes zu entwickeln und zu senden. Im Anschluss sollte sie die Kriegsschäden beseitigen, die Biosphäre wieder aufbauen und die Menschheit neu entstehen lassen. Die Rettung auch nur eines einzelnen lebenden Menschen war nicht vorgesehen, da das Projekt Jahrhunderte benötigen würde. Gaia sollte im Anschluss an den Holocaust etwas Neues ermöglichen. Zu diesem Zweck wurde eiligst ein Netzwerk von unterirdischen Bunkern errichtet, in dem die notwendigen Anlagen, Samen und Embryos die Apokalypse überdauern sollten.

General Herres erklärt Enduring Victory

Um dem Projekt die benötigte Zeit zu erkaufen, startete das US-Oberkommando auf Befehl von General Aaron Herres die Operation: Enduring Victory, eine massive, globale Militäroperation, mit der der Schwarm zumindest zeitweise aufgehalten und verlangsamt werden sollte. Erst jetzt legte die Menschheit ihre Differenzen beiseite und vereinigte sich angesichts der drohenden Auslöschung in einer globalen Allianz unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika. Nur Wenige wussten, dass die Niederlage und ihrer aller Ende längst besiegelt war.

Der nun beginnende Konflikt sprengte alle bekannten Maßstäbe, es war der Inbegriff des totalen Krieges und der totalen Vernichtung. Alle kampftauglichen Menschen, Militärs wie Zivilisten, fochten mit allen zur Verfügung stehenden Waffen überall auf der Welt in erbitterten Schlachten gegen den Schwarm. Die Operation war vom Start weg zum Scheitern verurteilt, ein Sieg unmöglich, aber sie brachte Zero Dawn die dringend benötigte Zeit, um Gaia und die Anlagen zu vollenden. 14 Monate hielten die Menschen das unaussprechliche Grauen durch, die Toten zählten in Milliarden, die Verwüstungen überstiegen alles bis dahin Bekannte. Im Januar 2066 wurde Zero Dawn vollendet, aber praktisch in allerletzter Minute, nur Stunden nach dem Fall der letzten Verteidigungslinie in Wichita und inmitten der nun folgenden endgültigen Auflösung und dem totalen Zusammenbruch. Enduring Victory hatte um den furchtbarsten aller Preise einen ganzen Monat Zeit herausgeschlagen. Nur Tage später war das Gemetzel vorbei, der Planet unbewohnbar, die Atmosphäre längst kollabiert, die Zivilisation vernichtet und die Menschheit bis auf wenige Überlebende in abgeschotteten und verborgenen Bunkern wie Elysium ausgelöscht.

Während dieser Zeit waren Ted Faros Schuldgefühle als praktisch dem (wenn auch unabsichtlichen) Architekten der Apokalypse immer größer geworden. Er fürchtete schließlich, dass die Menschen, die in Gaias Ursprungsanlagen entstehen würden, nichts aus den gemachten Fehlern lernen, sondern sie einfach wiederholen würden. Ein Teil von Gaia war das so genannte Apollo-Archiv, das gesammelte technische, medizinische, naturwissenschaftliche, geschichtliche und kulturelle Wissen der Menschheit mit 42 Zettabyte an Daten, einer spielerischen Lernumgebung und geplanten hundertachtzig Millionen Einträgen. Es war dafür vorgesehen, die kommende Generation zu unterrichten, die Errungenschaften und besonders das Wissen über die Fehler der Vergangenheit zu bewahren. Faro jedoch löschte das Archiv, zerstörte vorsätzlich das Wissen aus 150000 Jahren Geschichte und menschlichen Fortschritt. Seine verdrehte Begründung war, dass wenn die bestehende Menschheit zum Untergang verdammt war, sollte das, was danach kam, frei von den Fehlern der alten Welt sein, ein "sauberer Neustart". Mit dieser Tat hörte die Menschheit tatsächlich im Jahr 2066 auf zu existieren. 2068 war die letzte erreichbare Biomasse konsumiert und die Roboter verfielen in einen Winterschlaf. Die wenigen Überlebenden starben in ihren isolierten Bunkern nach und nach aus, denn selbst eigens errichtete Anlagen wie Elysium waren auf höchstens 100 Jahre Betrieb ausgelegt.

Vermächtnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den der Apokalypse folgenden 50 bis 60 Jahren erschuf Gaia die Deaktivierungscodes und schaltete die Faro-Roboter ab. Im Anschluss begann sie mit dem Wiederaufbau der Biosphäre. Die verwüsteten Kontinente und vergifteten Meere wurden im Verlauf von Jahrzehnten wieder bewohnbar, die toxische Atmosphäre wieder atembar. Eine neue, menschliches Leben erlaubende "Basisflora und -fauna" wurde geschaffen und besiedelte erneut Land, Wasser und Luft. Schließlich, um das Jahr 2310 herum, erschuf Gaia eine neue Generation von Menschen, die durch den Verlust des Apollo-Archivs jedoch nur auf einem sehr einfachen, steinzeitlichen Stammes-Niveau leben würden. Diese neue Menschengeneration wurde um 2326 herum in die neu erschaffene Welt entlassen. Doch damit war Gaias Aufgabe nicht vollendet - die KI wachte weiterhin über die Welt, denn die erschaffene Biosphäre ist in allen Belangen davon abhängig, dass Gaia weiterhin regulierend eingreift. Denn durch die Vernichtung des Apollo-Archivs war Gaia nicht in der Lage, die neue Generation angemessen auszubilden und diese damit, anders als von Sobeck geplant, nicht in der Lage die Kontrolle über das System zu übernehmen. Somit verharrt die Biosphäre auf dem zum Überleben notwendigen "Basisniveau" und viele (besonders die einst durch den Menschen gefährdeten) Tier- und Pflanzenarten existieren weiterhin nur als Embryonen in den Kryo-Speichern.

Die neuen Stämme leben seitdem zwischen den schweigenden Ruinen der einst großen Städte und Errungenschaften der Menschheit, Zeugen einer lange vergessenen Zivilisation, längst zurückerobert von der Natur. Praktisch nichts ist über die Vergangenheit bekannt, einige Stämme verehren oder fürchten die Ruinen, während andere Stämme alles Nützliche aus den Hinterlassenschaften plündern. Sie alle bezeichnen die Menschen, die diese Dinge schufen, als "die Alten". Was genau vor Jahrhunderten geschah, wissen die Stämme nicht. Sie schufen sich ihre eigenen Legenden aus dem, was sie vorfanden und interpretieren konnten. Das wenige Wissen, dass die Servitoren der Ursprungsanlagen vermitteln konnten, ging in diesen Legenden auf und so besitzen die Stämme zumindest die vage Überlieferung, dass eine große Katastrophe die alte Welt zerstörte.

Doch selbst nach über neun Jahrhunderten ist vieles von dem, was noch übrig ist, weiterhin funktionsfähig - vorausgesetzt, der Nutzer erkennt ihre Funktion und weiß, sie zu nutzen. Faro Fokusse können - intuitiv - genutzt werden, unterirdische Anlagen sind, obwohl generell meist verfallen und eher höhlenartig, teilweise intakt bis hin zu funktionierenden Hologrammen. Alte Geothermie-Kraftwerke liefern weiterhin Energie für die noch funktionsfähigen Maschinen, Waffen und Sicherheitssysteme funktionieren teilweise noch, was den Ruinen den Ruf eingebracht hat, gefährlich zu sein. Datenspeicher enthalten weiterhin ihre Informationen, darunter auch Dateien zu Zero Dawn und die letzten vorhandenen Informationen über die Ursachen des Untergangs.

Und begraben unter Erde, Pflanzen und Zeit liegen die Faro Roboter, während die gigantischen Horus-Titanen, die an den Flanken der Berge, in den Wüsten und Dschungeln liegen, die Menschen dieser neuen Ära mit Unbehagen und Angst erfüllen, wann immer sie dieser Metallteufel gewahr werden. Instinktiv erkennen die Menschen die Bösartigkeit dieser Maschinen, auch wenn sie meist nicht wissen, was diese vor Jahrhunderten anrichteten.

Konzerne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Allseeing
  • Atlatl Club
  • Cheesyheart Pizza & Subs
  • Destin
  • EZVenue Staffing
  • Far Zenith
  • Faro Automated Solutions
  • FBMobiHal Global
  • FreshGrounds Coffee Global
  • General Synthetics
  • Get There
  • Great Lakes Combat Solutions
  • Hartz-Timor
  • Holoskins Daily
  • Indo-Malay Agricultural Combine
  • LiftSpin
  • Mechbooker
  • Melville Island Fruit Association
  • Metallurgic International
  • Miriam Technologies
  • RECorp
  • Robar
  • Sterling Malkeet
  • TG Communications
  • VeetEats
  • Xiaolu Lunar Resources, inc.
  • YumNow

Bekannte Individuen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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